Und alle haben geschwiegen

Produktionsfirma: Aspekt Telefilm GmbH

Fernsehfilm ZDF – 90 min

Cast: Senta Berger, Leonard Carow, Matthias Habich, Alicia von Rittberg

Regie: Dror Zahavi
Kamera: Gero Steffen

Produktionsjahr: 2011

Basierend auf Peter Wensierskis Sachbuchbestseller „Schläge im Namen des Herren“, der sich mit dem kaum bekannten Schicksal der Heimkinder im Nachkriegsdeutschland beschäftigt, wird die Geschichte von Luisa und Paul erzählt, deren Beziehung trotz der bitteren Realität des Heimalltags immer wieder Raum für Hoffnung, Freundschaft und Liebe bietet.
Berlin, 2008. Luisa kehrt nach über 40 Jahren aus den USA in ihre alte Heimat Deutschland zurück. Sie ist hier, um vor dem Petitionsausschuss Deutscher Bundestag am runden Tisch über ihre traumatischen Erfahrungen im Diakonischen Erziehungsheim Falkenstein zu erzählen. Aber auch, um Paul wieder zu sehen, ihre einstige Jugendliebe, der wie sie ein ehemaliges Heimkind ist.
1964. Die 17 jährige Luisa ist ein beinahe ganz normales junges Mädchen. Beinahe, denn sie hat das Stigma des unehelichen Kindes, liebt die Musik von Elvis und trifft sich schon mal mit einem Jungen auf eine heimliche Zigarette. Als ihre Mutter erkrankt bieten diese Umstände Grund genug für die Behörden, sie in ein Heim zu schicken. Luisa erfährt hier die ganze Härte des Systems, wird seelisch und körperlich misshandelt und als billige Arbeitskraft ausgebeutet. Einziger Lichtblick ist Paul, der stille Junge, der sich auf den ersten Blick in sie verliebt. Die zarte Liebe ist für beide das Prinzip Hoffnung. In den wenigen, sich heimlich erschlichenen Momenten der Zweisamkeit können sie die Grausamkeiten des Heimalltags hinter sich lassen. Doch nach einem dramatischen Zwischenfall wird Luisa in ein Krankenhaus eingeliefert und kehrt nicht wieder zurück.
44 Jahre später begegnen sich Luisa und Paul wieder. Anders als Luisa hat Paul aus Angst vor Demütigung und Schande die Vergangenheit verdrängt. Durch ihr Wiedersehen wird er jedoch gezwungen, sich seiner Geschichte zu stellen. So muss Paul nicht nur endlich aussprechen, was ihn seit Jahrzehnten quält, sondern auch Frieden schließen mit dem Mädchen Luisa, das er nie vergessen konnte…